/NOT/ in my name (2017)

Produktion im Rahmen des Studiengangs Figurentheater der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart 2017, in Kooperation mit der HEAR Kunsthochschule, Studiengang Bühnenbild. Projekt gefördert durch die Stadt Straßburg, Abteilung Internationale und europäische Beziehungen

/NOT/ in my name ist Preisträger von Giesinger Kulturpreis 2018 !

Wie funktionniert die Regelung von Nachnamen bekommen, und weiter geben? In diesem Bühnenexperiment versucht der Spieler* seine personenbezogenen Angaben mit der französichen Administration zu konfrontieren, und die französiche staatliche Nachnamenspolitik zu untersuchen. Was meint die Regierung mit „Nachname franzosisieren“ in dem Fall von „fremden Klang“? Wie ist das Gesetz damit erklärt? Wo sind die Frauennachnamen? Durch das Spiel mit physischen Kraft, Lichtsreflexionen durch Wasser, Maske und Live-Musik (elektronishe Bratsch/Kontrabass) entsteht eine performative Vorstellung über Familienstrukturen und darüber, wie Institutionen formen wie wir wahrgenommen sein können.

TEAM

Rafi Martin : Ideen, Spiel, Maskenbau

Nina Kazourian : Live Musik Kompozition und Spiel

Camille Martin : in Abwechselung Live Music

Laia Ribera : Technik

Pyram Saint-Phard : Scenographische Mitarbeit in die erste Phase

Künstlerische Betreuung : Prof. Julika Mayer

Fisch Bau : Stéphanie Oberhoff

Termine

  28.10.19 : Internationales Figurentheater Festival Theater der Dinge, Berlin

   9/10.02.19 : Premiere in der Schweiz, Ratures Festival, Genf,  Schweiz

   26.07.18 : Giesinger Kulturpreis 2018 – 15 Minutes of Fame, München

    16.05.18 : Internationales Festival Fidena „Figuren theater der Nationen“, Bochum

    19.03.18 : Premiere in Frankreich : Festival Les Giboulées, Biennale Corps-Objets-Images in Strasbourg, Frankreich

    9.03.18 : Premiere in Österreich : Figuren theater Festival Wels, Österreich

    9-10.02.18 : Expeditionnenen im Jungen Figurentheater in Theater Westflügel, Leipzig

   17.11.17 :  Figuma, Figuren Theater Festival Eupen, Belgium

    29.10.17 : Parkour Doppeltes Spiel zwieschen den Teater Fitz und Rampe in Stuttgart

    17.07.17 : Premiere in Deutschland : Studentisches Figuren Theater Festival Die-wo-Spielen, Stuttgart

Konzeption

 

Dieses Projekt hat angefangen mit den Themen von Namen und Namensänderung, Diaspora, Erinnerung von Migrationshintergrund, Sichtbarkeit oder Unsichtbarkeit davon, und unterschiedliche Behandlung in der Gesellschaft. Ich bin selbst aufgewachsen in einer Familie, die teilweise zur russische Diaspora in Paris gehört. Fragen aus diesen Themen beschäftigen mich in meinem eigenen Leben. Geschichten über Leute, die die französische Staatsangehörigkeit bekommen haben und dadurch auch eine Namensänderung, sind Teil meiner Familie und dem Freundeskreis der Familie. Gleichzeitig haben mein offizieller Vor- und Nachname auf den ersten Blick keine Beziehung damit, da sie „(weiss) französisch“ klingen.

Visuelle Mittel wie Wasserschatten, Spiel mit Masken (aus Hatovit) und Fisch, und ein Aquarium sind entstanden als Hauptspielmaterial, und bauen verschiedene Ebenen mit Texten aus der offiziellen Website der französischen Regierung wie aus meiner Biographie. Die Geometrie (des Kreises und des Quadrats/ des Kreises im Quadrat) und die Physik (treiben, fließen wie Zentrifugalkraft) spielen eine große Rolle in dieser Arbeit. Sie hat sich besonders auf Bühnenbild und live Musik fokussiert (durch eine Kooperation mit Saint-Phard Pyram, Bühnenbildstudent aus der HEAR (Frankreich) und musikalische Mitarbeit von Nina Kazourian aus der HMDK Stuttgart).