Vita

Rafi MARTIN, geboren 1989 in Hongkong mit französischer Staatsbürgerschaft, macht zeitgenössisches Figurentheater und lebt seit 2014 in Stuttgart. Er* hat Soziologie, Anthropologie und Gender Studies studiert (M.A. 2014 Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris). Zwischen 2010 und 2014 hat er teilweise in Sibirien gelebt und zu Themen wie alltäglicher Homoerotismus, Rassismus und Rentierzuchtbevölkerungen geforscht.

Figurentheater hat er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst HMDK in Stuttgart studiert und ist Mitbegründer des 2017 entstandenen Tangram Kollektivs, einem experimentellen Figurentheater-Kollektiv, welches sich im Rahmen seines Studiums an der HMDK gegründet hat.

In der Solo-Arbeit /NOT/ in my name (2017), untersucht Rafi Martin die französische Nachnamenpolitik und berichtet über seinen Versuch den Nachnamen Soukhanoff anzunehmen. Im Theaterstück Sonreir. Eine Drecksarbeit (2017), Regie Laia Ribera, arbeitet er als Figurentheaterspieler mit fünf CARE Arbeiterinnen aus lateinamerikanischen Ländern, die in Deutschland wohnen, zum Thema globalisierte Sorgenketten, Migration und weibliche Sozialisierung. In Hollow Matters (2018), ein choreographisches Stück von Antoine Carle, hat Martin angefangen mit Wachs und Körperabdrücke zu experimentieren, die unter anderem vom Publikum gemacht wurden. In seiner Bachelorarbeit Ein Fisch im Weltraum (2018), Regie Ariel Doron arbeitet er mit Licht mit der Betreuung vom Stuttgarter Lichtkünstler Joachim Fleischer.

Besonders interessiert sich Rafi Martin für die Kreuzung zwischen Intersektionalität, gesellschaftliche Symbole und Institutionen, Figurentheater und Feminismus.